Instrument lernen als Erwachsener - ist das möglich - Musikunterricht Musikstudio Barth

Schaut man sich heutzutage in den Musikschulen und bei privaten Musiklehrern um, dann merkt man schnell, dass überwiegend Kinder und Jugendliche ein Instrument lernen. Die Erwachsenen, die musizieren, werden meist als Profi-Musiker wahrgenommen, die entweder Talent haben, oder so der Glaube, bereits im Kindesalter begonnen haben ein, oder mehrere Instrumente zu lernen.

In der Gesellschaft hat sich vielschichtig der Glaube durchgesetzt, dass ein Instrument lediglich im Kindesalter „richtig“ oder „vollumfänglich“ zu lernen ist, weil man sich als Kind „leichter“ lernt. So höre ich das häufigst hier in der bayerischen Umgangssprache.

Aber ist dem tatsächlich so??? Wenn du nicht vom Glauben abfallen möchtest, dann höre bitte hier auf zu lesen. In über 16 Jahren Musikunterricht für diverse Instrumente, hat mein Team & ich vielen Erwachsenen mehrfach das Gegenteil bewiesen und diese zu freudigen „Instrumenten-Spielern“ gemacht.

Warum glauben Erwachsene, dass Kinder sich leichter lernen?

Ein Kind kennt die Welt nicht aus der perspektive eines Erwachsenen. Ein Kind macht einfach. Es MACHT einfach. Es legt einfach los, ohne ein konkretes Ziel vor Augen zu haben. Es sagt sich einfach (oder zu Mama und Papa): Ich möchte das Instrument XY spielen. Das Kind möchte einfach das Instrument spielen und hat (noch) kein größeres Ziel vor Augen. Es geht ihm lediglich um die Sache an sich.
Als Erwachsener hat man durch seine Schulbildung, Ausbildung, Studium, Arbeit, etc. gelehrt bekommen, dass am Ende eines Prozesses ein Ziel stehen muss.
In unserem Fall ist das Ziel der Erwachsenen, dass man beispielsweise auf der Gitarre 50 Akkorde können sollte und dazu 10 verschiedene Begleitrhythmen. Oder am Klavier: Man denkt gerne an das Klavierstück „Für Elise“ von Mozart. An Stücke von Mozart, Liszt, Chopin, Bach. Am Schlagzeug: Trashige Beats von Bands wie Metallica, AC/DC, Nirvana und Co., oder singen wie Michael Jackson, Rihanna, Adele.
Das sind natürlich alles ehrbare Ziele (welche natürlich Spaß machen) – aber hoch gesteckt!
Im Gegensatz zum Kind sieht der Erwachsene, dass hier ein langwieriger Weg vorherrscht. Viele Erwachsenen lehnen dann automatisch ab. Tatsächlich ist es aber so, dass das Lernen des Instruments, auch bereits mit einfachen Stücken, Liedern, etc. schon sehr viel Spaß und Freude bereitet. Und gesetztenfalls, man gibt sich als Erwachsener (sowie natürlich seine Kinder) in professionelle Hände, dann ist das Musizieren bei jeder wöchentlichen Stunde „ein Spiel“ und nicht ein „hartes Lernen“, dass freudig ist. Dieses unbeschwerte Lernen, dass Kinder von Natur aus in sich tragen, weil sie eben kein Ziel verfolgen – das können Erwachsene auch. Es ist lediglich ein sich selbst wieder Vertrauen.

Der unfaire Vorteil des Erwachsenen gegenüber dem Kind

Ein Erwachsener hat sich im Laufe seines Lebens beziehungsweise in seiner geistigen Entwicklung bereits viele „Brücken“ und natürlich gedankliche Strukturen geschaffen. Aus der Entwicklungspsychologie wissen wir, dass der Mensch ab Geburt verschiedene Stadien durchläuft. Sprich, das Gehirn des Menschen macht gewaltige Entwicklungssprünge.
Das Gehirn des „erwachsenen“ Menschen setzt in der Regel mit dem 14. Lebensjahr ein. Bei manchen vielleicht auch schon früher (oder später [das „nie“ kann ich jetzt fairerweise nicht beurteilen]).
Der Erwachsene ermächtigt sich hier jetzt einiger unfairer Talente:

– Er/Sie ist disziplinierter

– Die Konzentrationsfähigkeit steigt enorm

– Fokussierung auf eine Sache

– Verstehen von komplexen Zusammenhängen

– räumliches Denken

– Zeitmanagement

– Körperbewusstsein (speziell Finger)

– usw.

Diese Liste könnte man jetzt noch fortführen. Natürlich auch um den Punkt mathematisches Verständnis ergänzen, den ich aber jetzt bewusst nicht aufführe. Musik ist ja in praktischer Form keine darüber zu denkende Mathematik.

Begutachtet man diese sich angeeigneten Talente, die jeder in sich trägt, dann merkt man schnell, dass das Erlenen eines Instruments im Gegensatz zu einem Kind doch relativ einfach ist.

Manche unter uns, die möglicherweise schon Kinder haben, oder einen Beruf damit verbinden, merken schnell, dass Kinder sich nicht lange auf eine Sache konzentrieren möchten, oder können. Es mit der Disziplin oft hapert. Komplexe Zusammenhänge noch nicht begriffen werden können. Und so weiter und so fort.

Das Ganze jetzt mal überschlagen:

Der Erwachsene benötigt aufgrund seiner Talente generell wesentlich weniger Zeit etwas zu lernen als das bei einem Kind der Fall sein wird.

Ergo:  Der Erwachsene lernt zwangsläufig schneller das Instrument als ein Kind.

Natürlich gibt es die Wunderkinder, die alle von sich aus abhängen und auch die Erwachsenen, die nicht vom Fleck kommen.

Aber mit dem nötigen Ehrgeiz und ein bisschen Grundmotivation steht dir zum Erlernen eines Instruments jede Tür offen! Du musst nur Erkennen, oder dir eingestehen, dass du das Potenzial hast dieses Instrument zu spielen. Und dann bist du drin in den 50 Gitarren-Akkorden, dem Klavierstück von Beethoven und dem Schlagzeug-Style von deiner Lieblings-Rockband.

Und aufgrund deiner Talente, geschieht das Ganze auch noch Freude und Leichtigkeit.

Wenn du bereit bist dein gesamtes Potenzial abzurufen und möglicherweise sogar schon erwachsen, deine Kinder vielleicht schon aus dem Haus sind, bzw. ein selbstständiges Alter erreicht haben, oder dir gar deinen Kindertraum ein Instrument zu spielen, ermöglichen möchtest, dann vereinbare doch gerne mal eine unverbindliche Schnupperstunde für dein Wunsch-Instrument bei uns. Leihinstrument haben wir natürlich im Haus.


Termine für Musikunterricht sind vormittags und abends natürlich für Erwachsene möglich. Am Nachmittag haben wir i. d. R. Kinder und Jugendliche im Haus.


Welche Instrumente sind möglich im Musikstudio Barth

Musikunterricht ist möglich für:

  • “Lagerfeuer”-Gitarre
  • Klassische Gitarre
  • E-Gitarre
  • E-Bass
  • Ukulele
  • Klavier
  • Cello
  • Saxophon
  • Gesang
  • Querflöte
  • u. a. (bitte erfragen)

Vor Ort oder über Webcam?

Musikunterricht kann auch digital über Webcam abgehalten werden.

Du benötigst lediglich ein Smartphone mit Webcam und bestenfalls einen PC mit Webcam und externem Mikrofon.

Wenn du Fragen zum digitalen Unterricht hast, dann schreib uns gerne unter Kontakt an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.